Mein Weg zu Mal*Zeit
Die schönsten Momente meiner Kindheit fanden bei meiner Oma in der Küche statt.
Mit einem Stück Pappe auf den Knien und ein paar einfachen Stiften malte ich meine Welt.
Heute weiß ich, das waren meine freiesten Momente.
Ich bin Erzieherin geworden, weil ich wissen wollte, wie man als Kind Freiheit leben kann. Jedoch habe ich erlebt, dass man Kindern als Erzieherin etwas zeigen und beibringen sollte. Später im Studium der Sozialpädagogik besuchte ich zwei Seminare, in denen ich mit Bildnerischem Gestalten konfrontiert war. Hier wurden die Bilder jedoch interpretiert und miteinander verglichen und im Vergleich ging meine Freude, die ich beim Malen empfunden hatte, komplett verloren.
Heute arbeite ich mit Kindern und Eltern im Kontext Schule. Hier sehe ich täglich die Notwendigkeit einen Raum zu schaffen, in dem es um das Tun, nicht um das Werk geht. In dem man nicht beurteilt und verglichen wird, in dem man nicht gefallen muss.
Als ich in Paris bei Arno erfahren habe auf welche Weise er Raum schafft und einem jeden Menschen Im Malort dient, wurde mir klar, dass ich mit dem Angebot eines Malortes nach seinen Ideen wieder auf meine Spur komme.
Die Ausbildung bei Arno Stern hat mir verdeutlicht, dass ich Menschen ermöglichen möchte, zu sich selbst zu kommen, sich frei auszudrücken ohne Scham oder Angst vor Bewertung oder Kritik und ohne Druck, irgendwo hineinpassen zu müssen.