Das innere Geschehen wird auf Papier gebracht

Arno hat seinen Malort 1956 als Acedemie du Jeudi gegründet. Es galt, einen Ort zu schaffen, an dem die Menschen, die ihn (den Malort) beanspruchen frei sind, sich auf ihre Weise im Mal*Spiel auszudrücken ohne Bewertung, Auswertung oder gar Interpretation der Spur. Die Spur nämlich, die Du hinterlässt, wenn Du im Malort spielst. Arno Stern hat das Malspiel schon früh durch genaueste Beobachtung entdeckt und studiert und in seinen Büchern detailliert beschrieben. Schon nach dem 2. Weltkrieg hat er Kindern Malen mit Stiften und Papier angeboten und dabei entdeckt, wie versunken sie während des Malens waren. Er entwickelte immer weiter, bis er das Optimale gefunden hatte: Papier an die Wände heften, dafür sorgen, dass der Malprozess nicht gestört wird, Farben und Pinsel für alle im Raum zugänglich machen.
Während seiner Reisen auf mehrere Kontinente entdeckte er, dass alle Kinder dieser Erde auf die gleiche Weise die Formulation anwenden. An der Anwendung der Formulation Im Bild erkennt Arno, ob ein Bild frei entstand, sich dem/der Malenden die Dinge aufdrängten, sie zu Papier zu bringen. Man könnte sagen, dass man die innere Freiheit damit ablesen kann.